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 Kapitel 2 - Icestorm is coming

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Crystal

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BeitragThema: Re: Kapitel 2 - Icestorm is coming   Sa Okt 06, 2012 3:01 am

War Scam schwerhörig?
Mit wachsendem Ärger blickte Crystal auf den scheinbar selig schlafenden schwarzen Wolf hinab, den ihre inzwischen zahlreichen Weckversuche völlig kalt ließen. Wölfe haben einen leichten Schlaf – anscheinend hatte sie sich damit geirrt. Sie verstand ja, dass es für Alle sehr anstrengend war, Tag und Nacht zu laufen, aber dass man die Wölfe dann am Morgen nicht wachkriegen konnte, war seltsam. Scam hatte ihr die Show vermasselt. Wenn es eines gab, was sie hasste, dann war das ignoriert werden. Was dachten die Anderen denn, warum sie so auf ihre Schönheit achtete? Um sich selbst zu bewundern? Nein, der Aufmerksamkeit wegen. Aufmerksamkeit und Macht und andere verlockende Dinge. Die hübsche weiße Wölfin warf Scam einen so mörderisch blitzenden Blick zu, dass er, wenn er wach gewesen wäre, in Grund und Boden versunken wäre. Wach endlich auf. Wach endlich auf. Ich gebe dir noch eine Chance, dann...

Sie hob den Kopf und blickte nachdenklich in den Wald hinaus. Sollte sie auf Scams Rücken springen, um ihn zu wecken, oder ihn am Schwanz ziehen? Dieser Gedanke entlockte ihr ein belustigtes Wolfslächeln. Vielleicht sollte ich ihn einfach in Grund und Boden stampfen...
Sie meinte, aus den Augenwinkeln eine Bewegung zu erkennen, und ihr Kopf fuhr so schnell herum, dass sie sich fast die Halsmuskeln gezerrt hätte. Es konnte natürlich nur eine Maus oder ein kleiner Vogel sein, und normalerweise hätte Crystal sich nicht weiter darum gekümmert, aber Morweens Nervosität in den letzten Tagen hatte sich auf sie übertragen. Wenn der sonst so ungerührte Leitwolf unruhig wurde, je mehr sie sich dem unbekannten Ziel näherten, dann musste das bedeuten, dass diese Ziel mehr war als nur ein Tal voller Wild und Bächen, wo man in Frieden leben konnte. Irgendetwas hatte Morween vor und Crystal hatte zu ihrem großen Verdruss noch nicht aus ihm herausholen können, was.

Wachsam huschten ihre bernsteinfarbenen Augen im Wald umher und blieben an einem Strauch hängen, dessen Zweige leicht wippten, als hätte Etwas sie gerade gestreift. Etwas, das sicher größer war als eine Maus. Aber selbst wenn Crystal die tiefsten Schatten der Bäume untersuchte, war nichts Bedrohliches zu sehen. Bildete sie sich jetzt schon Sachen ein? Ihre Ohren waren gespitzt, aber die Geräusche, die sie wahrnahm, waren nur die normalen Geräusche des Waldes.

Trotzdem ließ Crystal Scam stehen, oder besser liegen, und bewegte sich mit federnden Schritten und angespannten Muskeln auf den Waldrand zu, wobei sie darauf achtete, nicht auf írgendein Körperteil irgendeines schlafenden Wolfes zu treten, der zufällig im Weg herumlag. Als sie am Rand des Rudels ankam, setzte sie sich so leise wie möglich – das Gras raschelte leise unter ihrem Po – und blickte in den Wald hinein, versuchte, mit ihren Augen jede noch so kleine Bewegung im Blattwerk zu registrieren. Sie hielt die Nase in die Luft und schnüffelte, wobei sie so heftig einatmete, wie es ging. Es wehte kein Wind, und das machte das Schnuppern schwerer. Dennoch meinte Crystal, leichten Wolfsgeruch wahrzunehmen. Nicht den Geruch ihres Rudels, sondern den Geruch eines fremden Wolfes, der nicht die typische Duftmarke des Eisrudels trug. Alarmiert schnüffelte sie noch einmal, nahm aber diesmal nichts mehr wahr.

Einbildung? Mit einem düsteren Grollen wandte Crystal sich von dem Wald ab, obwohl ihre Ohren weiterhin gespitzt waren und ihre Nase zuckte, und begann, das Rudel in dem leichten Trab der Wölfe zu umkreisen, mit dem sie pro Tag hunderte von Kilometern bewältigen konnte, ohne allzu sehr zu ermüden. Sie musste irgendetwas tun, bevor sie sich zu Tode langweilte oder sich noch etwas Seltsames einbildete. Verdammter Nebel. Er schwächte alle Gerüche ab, täuschte die Sinne, und obendrein bekam man von ihm einen nassen Pelz. Kurz überlegte Crystal, ob sie Morween wecken sollte, aber da sie keine Lust auf noch eine Strafe hatte, lief sie weiter und stempelte ihre Sorge endgültig als „Einbildung“ ab.

[Genervt, weil Scam nicht aufwacht | sieht aus dem Augenwinkel eine Bewegung (Finearfin) | überprüft die Lage | befindet, dass sie sich alles nur eingebildet hat | läuft schlecht gelaunt im Kreis um das schlafende Rudel herum ]




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Panja Buntschatten

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BeitragThema: Re: Kapitel 2 - Icestorm is coming   Sa Okt 06, 2012 11:05 am

Panja Buntschatten stand wie im Nebel bei den Wölfen die beschlossen sie mitzunehmen. Mit gesenktem Kopf und herunter hängender Rute lief sie stolpernd hinterher. Sie wollte nicht hier sein, sie wollte zu ihm. Doch auch Panja verstand langsam aber sicher dass es kein Wir mehr gab. Nur noch sie. Die Wölfe sprachen, unterhielten sich, auch mit ihr, doch sie versandt die Worte nicht die aus dem Maul der Anderen kamen. In ihrem Kopf kreiste nur die Frage: Warum?
Eine Wölfin lief neben Panja her, sie schien sich sorgen um sie zu machen, Panja gab ein leises Kurren von sich.
Mir fehlt nichts, kümmere dich um deine Angelegenheiten
Auf die Anmerkung das Panja Welpen in sich hatte reagierte sie gar nicht drauf. Sie fühlte sich nicht angesprochen.
Etwas unschlüssig stand sie nun bei den anderen. Was sollte sie jetzt machen? Ihr Körper schrie schon lange nach Essen und einer längeren Pause. Aber ihr Verstand arbeitete und wollte weiter.
Sie liefen weiter bis sie so kam es der Wölfin vor eine Ewigkeit gelaufen waren. Panja hielt sich meist weiter hinten, sie wollte nichts mit den anderen zu tun haben, war ihnen aber irgendwie dankbar das sie jetzt erst einmal bei ihnen sein durfte. Die Wölfe sammelten sich und legten sich nieder, was Panja ihnen gleich tat. Doch sie legte sich etwas abseits vom Rudel nieder. Sie gehörte jetzt zu ihnen aber so wirklich sicher war sich die Wölfin noch nicht ob sie hier bei ihnen bleiben sollte. Müde und erschöpft schief sie dann ein und wurde erst am nächsten Morgen wieder wach. Sie hob den Kopf. Es war kein Traum sie war wirklich bei einem fremden Rudel. Panja lies den Kopf auf den Pfoten liegen und beobachtete die Wölfe eine Zeitlang. Doch ihr Körper war immer noch stark geschwächte so das sie bald wieder eingeschlafen war.
[Panja bei den anderen an der Karibu-Wiese/schläft]



Zweitcharakter: Baro/Eiswolf
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BeitragThema: Re: Kapitel 2 - Icestorm is coming   So Okt 07, 2012 7:29 am

Der Tau hatte die obere Schicht von Theanas Fell befeuchtet und ließ es stumpf und glanzlos wirken in den ersten morgendlichen Sonnenstrahlen beinahe stumpf wirken. Sie gähnte und blickte sich verschlafen um. Die gestrige Nacht war anstrengend gewesen, sie hatte ungewöhnlich tief geschlafen. Neben ihr lag Thenan, auf seinem Schulterfell sah man noch den Abdruck ihres Kopfes. Ein kurzes, liebevolles Lächeln glitt über ihre Lefzen. Dann erhob sie sich und schüttelte sich die Tropfen aus dem Fell.

Ihr ruhiger Blick glitt über das Rudel, alle schienen zu schlafen. Etwas abseits lag die neue Panja, die irgendwelche Beschwerden hatte, nur hatte die Alpha in dem ganzen Gewirr gestern nicht mehr so ganz mitbekommen, was sie genau hatte. Da musste sie nachher nochmal mit Nikita reden. Aber jetzt konnte sie erstein mal mit niemandem reden. Sie ging durch das hohe Gras bis zum Weiher, wo sie ein paar große Schlucke nahm. Dann schaute sie hinauf, konnte aber nichts erkennen, da der Nebel noch größtenteils alles verdeckte. Sie seufzte und wandte sich ab, um zurück zum Rudel zu traben. Etwas abseits, von einem Platz aus, von dem sie alles überblicken konnte.

[FEUERRUDEL | KARIBUWIESE || wacht auf | geht zum Weiher | trinkt | geht zurück | setzt sich]


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Ethan

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BeitragThema: Re: Kapitel 2 - Icestorm is coming   Mo Okt 08, 2012 1:34 am

Blinzeld öffneten sich die grau-braunen Augen des Rüden. Noch war alles verschwommen und die Augenlieder schwer. Abseits des Rudels lag er zusammen gerollt an einem Baum. Sein Körper wurde durch sein silbernes Fell gradzu vom Nebel verschluckt. Er hob seinen Kopf und sah hinüber zum Rudel. Es waren noch nicht viele wach.
Die Müdigkeit steckte noch tief in seinen Knochen. Er hatte lange gebraucht um in den Schlaf zu finden und war immer wieder kurz aufgewacht. Zu viele Gedanken schwirrten in seinem Kopf herum. Das zum Rudel wieder neue Mitglieder dazu gefunden hatten, hatte der Rüde nur nebenbei bemerkt, aber noch nicht wirklich realisiert. Er schüttelte de Kopf und rappelte sich auf. Nach dem er sich ausgiebig gestreckt hatte, machte er sich auf den Weg zu den anderen. Er musste einfach Anschluss suchen. Auch wenn es schwer fiel; so konnte es nicht weiter gehen.

Ethan bemerkte, dass Panja ebenfalls abseits des Rudels lag. Kein Wunder bei dem was sie durchmachen musste. Immerhin waren ihre Situationen gar nicht so unähnlich. Er blieb stehen und sah zu ihr rüber. Nur schwer zu erkennen in dem Nebel sah er fast aus wie ein Geist. Wenn man alleine war dachte man zu viel nach. Man wurde einfach nicht abgelenkt und versank in seiner Trauer. Er wusste selber, dass das nicht passieren durfte und trotzdem will man in solchen Situationen nichts anderes.
Sein Blick glitt noch einmal rüber zu den anderen. Sollte er ihr ihre Ruhe geben oder sollten sie gemeinsam versuchen alles wieder in Ordnung zu bringen?

Langsam und unsicher schritt er auf Panja zu. Er sang ein Lied in Gedanken.
So fühlt man sich... so fühlt man sich...
...wenn man einsam ist, wenn man einsam ist

Ist es zu spät?
Wer weiß das schon?
Was würden wir für diese Antwort tun

Ich verlier mich selbst
In meinem Zorn,
Der aus mir selbst einst ward geborn...


Er setzte sich mit einem Abstand vor die Fähe und sah sie nur in Gedanken verloren an.

...Und unsre goldene Zeit
Und unsre goldene Zeit
Trägt jetzt ein schwarzes Kleid
Trägt jetzt ein schwarzes Kleid

Und diese Zeit
Ist nun Vergangenheit
Und unsre Zeit
Ist nun Vergangenheit...


Er sagte nichts. Er saß einfach nur da. Verschwamm mit dem Nebel. Sah so verloren aus wie er auch war. Aber er schenkte ihr Nähe wenn sie das wollte. Wenn sie ihn wegschickte, würde er sofort gehen.

[ Feuerrudel | Karibuwiese| wacht auf | will zum Rest des Rudels gehen | bemerkt Panja | singt in Gedanken |setzt sich zu ihr ]

(Lied: Engelsblut - wenn man einsam ist)



(original by Giselle Gonzáles)
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Scam

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BeitragThema: Re: Kapitel 2 - Icestorm is coming   Mo Okt 08, 2012 2:04 am

Lange hatte der Rüde nicht mehr so gut geschlafen. Tief und fest war er sofort in den Schlaf gefallen und hatte sich durch nichts wecken lassen.
Auch Crystals versuch ihn wach zu kriegen war gescheitert. Allerdings nicht ohne das er etwas mitbekommen hätte. Er nahm ganz deutlich ihre Nähe und ihren Geruch war und in seinen Träumen erschien sie neben ihm. In ihrer ganzen Herrlichkeit. Ja, ein wahrhaft schönes Wesen.
Das Lächeln, das er in seinem Traum aufsetzte, formte sich auch auf seine Lefzen. Es war das übliche heimtückische Lächeln, das so wohlwollend aussah, aber trotzdem diesen bitteren Geschmack trug.
Da er Crystals Präsenz durch den Traum wahrnahm, wacht er nicht auf. Als diese dann jedoch abrupt verschwand, öffnete Scam grummeld die Augen. Noch ganz benommen, sah er sich um. Immer noch roch es nach ihr. War sie tatsächlich hier gewesen?
Laut gähnend kam er auf die Füße und sah sich um. Der Rest des Packs schlief noch und dann bemerkte er Crystal, die durch die Reihen lief. Sie sah überhaupt nicht zufrieden aus. Naja, hier sah eigentlich nie jemand zufreiden aus.
Erneut gähnte er, setzte sich und kratze sich entspannt hinterm Ohr. Immernoch sah er Crystal zu. Als sie sich in seiner Nähe befand rief er ihr zu:

"Hey Crystal! Wie war die Nachtwache?"

Und da war es wieder. Das falsche Lächeln. Das so voller List war und doch so bezaubernd. Allerding sah man dieses mal deutlich die Gehässigkeit in seinen Augen.

[Eisrudel | träumt von Crystal | wacht auf | neckt Crystal ]
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Crystal

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BeitragThema: Re: Kapitel 2 - Icestorm is coming   Mo Okt 08, 2012 7:26 am

Als sich am Rand des Rudels ein Wolf bewegte, achtete Crystal erst nicht darauf. Viele Wölfe bewegten sich im Schlaf, manche, weil sie träumten, und manche, weil sie schon halb wach waren und sich bequemer hinlegen wollten. Das hatte die weiße Wölfin letzte Nacht beobachtet, als sie noch wach war. Sie hatte sich furchtbar gelangweilt – denn welches Tier wäre schon so dumm, sich an ein starkes, gesundes Wolfsrudel anzuschleichen? Nicht einmal ein Bär. Irgendetwas hatte Crystal ja tun müssen, also hatte sie sich darauf verlegt, die Mimik und Gestik von schlafenden Wölfen zu beobachten. Sie hatte gedacht, vielleicht könnte sie etwas davon irgendwann einmal gebrauchen: Ob es besser aussah, wenn ein Wolf im Schlaf auf der Seite, auf dem Rücken oder auf dem Bauch lag (auf der Seite), ob es besser aussah, wenn ein Wolf im Schlaf Grimassen Schnitt oder wenn seine Gesichtsmuskeln erschlafften (Letzteres), oder ob es süß war, wenn ein Wolf im Traum fiepte und seine Pfoten zuckten (ja). Dieses Wissen konnte sie einmal gebrauchen, wenn sie sich schlafend stellte.

Erst, als der Wolf sich erhob und gähnte, nahm Crystal Notiz von ihm. Ihr Kopf fuhr herum und im Bruchteil einer Sekunde erkannte sie, dass es Scam war. Den nächsten Sekundenbruchteil brauchte sie, um sich zurechtzulegen, was sie tun würde. Scam wirkte, als sei er noch nicht ganz wach, also hatte sie etwas Zeit. Ha! Also haben meine Weckversuche doch noch verspätete Wirkung gezeigt. Sofort war die Unruhe verflogen, die sie befallen hatte, als sie meinte, einen fremden Wolf gerochen zu haben, und nach kurzem Zögern änderte Crystal ihren Gang von „normales Traben“ zu „leichtfüßig federndem Lauf mit leichten ausschweifenden Tänzelbewegungen und hoch erhobenem Kopf“. So lief sie auf Scam zu, bereit, einen kecken Spruch loszulassen, aber nach erneutem Gähnen und herzhaftem Kratzen nahm er ihr das bereits ab. Seine Worte waren wohl dazu gedacht, die weiße Wölfin zu ärgern. He, Crystal! Wie war die Nachtwache?

Und dieser Blick. Das feine, sarkastische Lächeln, das um Scams Lefzen spielte. Grausam und doch nicht hässlich. Für einen plumpen Rüden hatte Scam hübsche Augen und er war wohl das, was normale Wölfinnen als „beeindruckend“ bezeichnet hätten. Aber so leicht ließ Crystal sich nicht beeindrucken. Für sie war er nicht mehr als ein besonders begehrtes Stück Beute. Ihr wahres Ziel, die Krönung ihrer Laufbahn war mehr als nur ein hübscher Rüde. Crystal selbst war auch beeindruckend, vielleicht sogar noch mehr. Er denkt, er spielt mit mir. Aber wenn hier jemand spielt, dann bin wohl ich das. Zugegeben, Scams Worte hatten sie etwas irritiert, aber das hatte sie schnell ausgeblendet.

Als sie Scam erreichte, legte sie den Kopf schief und ihre Augen blitzten belustigt. “Ganz gut, mein Lieber. Und ich schulde dir Dank, denn dein lautes Schnarchen hat verhindert, dass ich einschlafe.“ Das war nun definitiv nicht wahr, aber andererseits war Crystal, wenn sie mit Rüden sprach, nie ganz ehrlich. Alles an ihr – ihre Gesten, ihre Worte, ihr Gesichtsausdruck und die Gefühle, die sie willentlich in ihre Augen legte – war eine einzige Unwahrheit. Wenn sie alleine war, käme sie nie auf die Idee, den Bäumen zuzuzwinkern oder ihre Tänzelschritte zu machen.
Crystal konzentrierte sich wieder auf Scam und wusste, dass sie jetzt etwas Freundlicheres sagen wollte, sonst erreichte sie das Gegenteil von dem, was sie wollte: Statt Anbetung Hass. Und einen Rüden, der sie hasste, konnte sie nun gar nicht gebrauchen. Sie dachte an den Jagdvorschlag, den sie ihm gemacht hatte, als er noch nicht ganz wach war. Sie fragte sich, ob er sich daran erinnerte, aber wenn, dann war er offensichtlich nicht interessiert. Und außerdem sagte Crystal aus Prinzip nie etwas zweimal. Sie ließ ein versöhnliches Lächeln um ihre Lefzen spielen, um Scam zu zeigen, dass sie einen Witz gemacht hatte und es nicht ernst meinte. Dann setzte sie sich, legte in einer eleganten Bewegung den Schwanz um ihre Pfoten und blickte nachdenklich ins Leere. Ihr Blick verlor sich in dem Morgennebel, der zwischen den Bäumen waberte. “Mal was anderes...hast du eine Ahnung, wohin Morween will? Ich gehöre zu den Wölfen, die nicht gerne blind ins Verderben laufen.“

[ EISRUDEL | denkt nach | bemerkt Scam und tänzelt auf ihn zu | lauscht seinen Worten; ist nicht ärgerlich | neckt ihn zurück | überlegt kurz | fragt Scam, ob er Morweens Vorhaben kennt ]




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Morween

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BeitragThema: Re: Kapitel 2 - Icestorm is coming   Di Okt 09, 2012 5:12 am

“Mal was anderes...hast du eine Ahnung, wohin Morween will? Ich gehöre zu den Wölfen, die nicht gerne blind ins Verderben laufen.“ Crystals sanfte betörende Stimme, wenn auch voll verstecktem Interesse drang an Morweens im Halbschlaf aufgerichtete Ohren. Im schlaf noch hatte sein Gesicht fast entspannt gewirkt. Nun aber kehrte der gewohnte angespannte herrische Ausdruck zurück. Er blieb liegen wo er war. Den Kopf mit den geschlossenen Augen auf die Vorderläufe gebettet. Ein hauchdünnes aber gefährliches Knurren ballte sich in seiner Kehle zusammen. Er traute ihr nicht. Sie klang munter wie eh und je. Wie konnte sie seine Anweisungen befolgt haben und sich noch so munter anhören? Vorsichtig drehte er die Ohren. Äußerlich noch fest schlafend war er längst hellwach. Die Luft roch frisch, nach Tannennadeln und dem feuchten Tau aus den Bergen. Ein angenehmer Schauer fuhr über seinen Rücken und für einen Augenblick gönnte er sich den Genuss der eisigen Kälte. Es war als begleite diese Kälte das Eisrudel, seit sie in den Süden aufgebrochen waren. Und so wurde nun auch im Gebirge der Wölfe die Temperatur kaum merklich kälter. Doch die Sonne drang bereits durch den Nebel und drängte Morween unwillkürlich ein Unbehagen auf. Er wollte sich ewig in der Kälte sulen. Alles vergessen, zurück lassen. Ohne Vergangenheit, ohne Zukunft. Die Kälte genießen. Die Sonne zerstörte, was er sich aufgebaut hatte. Sie zwang die Vergangenheit zurück in sein Dasein und erinnerte ihn daran, dass er kurz davor war, seine Heimat zurück zu erobern. Sie war so nah dass er sie bereits riechen konnte. Augenblicklich kehrte die Unruhe zu ihm zurück. Sprunghaft stand der Alpha auf, sah kurz und ernst über die nur langsam erwachenden Wölfe und begann dann ungeduldig von rechts nach links zu laufen. Gleich einem aggressiven Puma. Normalerweise hätte er das Rudel mit gnadenloser Brutalität auf die Beine gescheucht, sie zum Weiterlaufen bewegt, das Rudel auf Trab gehalten. Keine Müdigkeit akzeptierend. Heute jedoch rannte er stattdessen in solchen unruhigen Ovalen hin und her. Sein Blick fiel immer wieder auf die Wölfe, die sich nur schleppend aufrichteten. “Crystal.“ Der Laut war knurrend und bestimmt. “Mach den verdammten Taugenichtsen Beine!“ Sein Ton duldete keinen Widerspruch. Crystals neugierige Frage gegenüber Scam ließ er unkommentiert. Sie musste merken dass etwas nicht stimmte. Und ihre Frage bestätigte das. Also sollte sie sich hüten ihn zu reizen. Er traute ihr sowieso nicht zu, die Nacht durch gewacht zu haben. Aber wie sollte er ihr etwas anderes nachweisen? Zudem lebte das Rudel noch. Es gab also nichts zu bemängeln. Fall erledigt. Heute war der Tag. Der einzig wahre Tag an dem er das Gebirge der Wölfe wieder in seine Gewalt brachte, es zum Revier des Eisrudels machte. Noch immer hielt er es für unwahrscheinlich, dass das Feuerrudel überlebt hatte. Sie würden leichtes Spiel haben. Trotzdem würde Morween das Rudel heute nicht mehr so hetzen wie sonst. Er wollte auf Nummer Sicher gehen und sie sich ein wenig erholen lassen. Mit ausgemerzten Kriegern konnte er nichts anfangen. Zusätzlich kämpften sie besser wenn sie wussten, wofür. Er würde ihnen vom Großen Tal erzählten, von der fruchtbaren Karibuwiese und dem verwegenen Meer der Tausend Winde. Das Rudel war eine andere Sache. Seine Vergangenheit war eine andere Sache. Das Gebirge musste den Wölfen vorerst reichen. Er weigerte sich, mehr Preis zu geben. Wenn Crystal doch endlich aufstehen würde! “Na los doch!“ Er blieb kurz stehen um den ungehaltenen Ruf auszugellen. Dann setzte er seinen aggressiven Trip fort.

(EISRUDEL | erwacht | hört Crystals Frage an Scam | gibt Crystal Befehl | tigert umher)


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Bilauta

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BeitragThema: Re: Kapitel 2 - Icestorm is coming   Mi Okt 10, 2012 5:49 am

„Ja so viel dann also zu dem tollen Thema du lachst mich nicht aus“
meinte Bilauta drehte sich gespielt beleidigt von Terco weg drehte ihren Kopf aber noch einmal um bleckte die Zähne und versuchte zu knurren, doch der Versuch scheiterte, es war nicht einmal im Ansatz bedrohlich und vor allem glich es kaum dem Knurren eines Wolfes.

Als er sie dann antippte stand sie auf und überlegte nicht lange. Bilauta war sofort Feuer und Flamme Irgendetwas sagte ihr das es klug war das Rudel aufzusuchen
„Also von mir aus können wir gleich los“
Schoss es aus ihrem Maul und voller Anspannung wartete sie darauf in welche Richtung der graue Rüde lief


(Kurz, gespielt beleidigt/ Dann feuer und Flamme dafür das rudel zu suchen)
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Crystal

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BeitragThema: Re: Kapitel 2 - Icestorm is coming   Mi Okt 10, 2012 6:21 am

Anscheinend schien das Schicksal partout etwas dagegen zu haben, dass Crystal sich mit Scam unterhielt, denn kaum hatte sie zu Ende gesprochen, erregte eine erneute Bewegung am Rande ihres Gesichstfeldes ihre Aufmerksamkeit. Erneut wirbelte sie herum, zum Teil, weil sie sich dabei ertappt fühlte, wie sie dem schwarzen Wolf eine Frage stellte, die Morween sicher nicht gerne hören würde, und zum Teil, weil sie immer noch den Geruch des fremden Wolfes in der Nase hatte, den sie meinte, gerochen zu haben. Aber es war kein Fremder. Es war Morween. Sehr beruhigt war Crystal dadurch nicht, und sie überlegte einen Moment im Spaß, ob ihr ein fremder Wolf nicht doch lieber wäre, aber er schien ihre Worte an Scam nicht mitbekommen zu haben, denn statt wütend auf sie zuzugehen und sie zur Rede zu stellen, tappte er in kleinen Kreisen zwischen den Reihen der Wölfe umher. Statt wie sonst jeden Einzelnen auf die Beine zu scheuchen, ignorierte der große Leitwolf das Rudel einfach. Vermutlich war er noch nicht ganz wach.

Crystal unterdrückte ein frustriertes Seufzen. Wenn sie Morween und somit einen möglichst hohen Rang im Eisrudel wirklich erobern wollte, musste sie jetzt los und den grauweißen Rüden weiter umschmeicheln und einen frischen Eindruck machen, als habe sie genau wie er die ganze Nacht durchgeschlafen. Und obwohl sie geschlafen hatte, war sie doch die meiste Zeit wach gewesen, und das merkte sie jetzt. Was für ein Stress heute...ich kann nur hoffen, dass Morweens Plan nichts Anstrengendes ist. Sie beschloss, erst einmal nicht zu Morween zu gehen und ihr Gespräch mit Scam zu Ende zu führen. Zu ihrer Überraschung kam Morween direkt auf sie zu. Kurz flammte Triumph in ihrem Herzen auf, aber sie glaubte selbst nicht ganz daran, dass er das aus freundlichen Beweggründen tat. Jetzt muss ich bestimmt wieder das ganze Zeug erledigen, mit dem sich der hohe Herr Alpharüde nicht die Pfoten schmutzig machen will...

Sie hatte gar nicht gewusst, wie gut sie hellsehen konnte. Morweens Stimme klang wie immer – rau und befehlsgewohnt – als er ihr befahl, „diesen Taugenichtsen Beine zu machen“. Dann drehte er ab, als habe er sie gar nicht angsprochen. Crystal spürte die inzwischen wohlbekannte Wut in ihrem Innern brodeln wie kochende Lava in einem Vulkan. Es war, als begehre ihr Inneres auf gegen die ständigen Schikanen von Morween. Und das Schlimmste war, dass sie ihre Wut nicht zeigen durfte, sonst hätte sie ein für allemal keine Chance mehr, ihre Ziele durchzusetzen. Dennoch spürte sie, wie sich ihr Nackenfell sträubte bei den Worten ihres Anführers. Sie öffnete das Maul, um ihm zu widersprechen und ihm zu erklären, dass er ein Mäusehirn war, wenn er glaubte, dass er sie – Crystal, eine Wölfin, von der andere Rüden nur träumen konnten, sie an ihrer Seite zu haben – so herumkommandieren durfte. Aber gerade rechtzeitig bekam sie sich unter Kontrolle und schloss das Maul wieder. Ihr Nackenfell legte sich an. Verdammt, ein fremder Wolf käme mir jetzt gerade recht. Ich würde ihn meine Wut auf Morween spüren lassen, als wäre es Wut auf ihn.

Morween blieb jetzt ein Stück weiter entfernt kurz stehen, und sein ungeduldiger Ruf hallte über die Lichtung. Crystal knurrte innerlich und war sich nicht sicher, ob der Leitwolf das Rudel oder sie gemeint hatte, aber vermutlich hatte es beiden gegolten. Also erhob sie sich gehorsam, drehte sich aber noch einmal zu Scam um. “Tja“, meinte sie schmunzelnd, “Mir scheint, ich sollte mich jetzt besser beeilen, sonst spuckt unser lieber Leitwolf Gift und Galle. Bis später dann.“ Und damit wandte sie sich ab und trottete davon. Jetzt, wo so viele Rüden gleichzeitig wach waren und sie sehen konnte, war ihr Trab weich, federnd und hatte etwas katzenhaft Geschmeidiges. Sie machte ausladende Schritte wie ein fliehender Rothirsch, tänzelte aber nicht daher wie bei Scam, denn das kostete zu viel Energien und sie benutzte diese Gangart nur, wenn sie sich direkt auf Rüden zubewegte.

Als Crystal an Morween vorbeikam, wurde ihr Gang, sofern das überhaupt möglich war, noch geschickter und federnder, als schwebe sie daher. Sie näherte sich ihm von hinten und tänzelte so dicht an ihm vorbei, dass ihre Felle sich streiften und knisterten, als seien sie elektrisch aufgeladen. Ohne Morween anzusehen, strich Crystal an ihm vorbei. Sie sah sich nicht um und murmelte leise vor sich hin, wenn auch laut genug, dass der Leitwolf es hören konnte: “Pfff, immer muss ich die Drecksarbeit machen...da kommt man sich ja vor wie ein Omega.“ Aber als sie an Morween vorbei war, drehte sie sich noch einmal um, zwinkerte ihm schelmisch zu und verzog die Lefzen zu einem leisen Wolfslächeln, um ihm weiszumachen, ihre Worte seien ein Witz gewesen und sie tue gerne alles, was er ihr auftrug, obwohl ihr Ärger eigentlich aus tiefster Seele kam.

Als sie mitten im Rudel stand, blieb Crystal zögernd stehen. Und jetzt? Sie hatte oft genug zugesehen, wie Morween das Rudel weckte, und es sogar manchmal miterlebt, auch wenn sie gewöhnlich eine Frühaufsteherin war. Er ging dabei ziemlich brutal vor, als handele es sich bei den Rudelmitgliedern um Rehkitze oder andere Beute, und nicht um Wölfe. Das wollte Crystal wenn möglich vermeiden. Im Rudel gab es mehr als einen Rüden, den sie bis jetzt noch nicht erobert hatte und der ein begehrtes Ziel für sie wäre. Wenn sie jetzt genau so vorging wie Morween, würde sie es sich bei diesen Rüden womöglich für immer verscherzen, denn wer schließt schon Freundschaft mit einem Wolf, der einem absichtlich ins Ohr gebissen hat, um „einem Beine zu machen“, wie Morween es ausgedrückt hatte? Aber den Rüden freundliche Worte ins Ohr zu flüstern, würde ihr Erwachen nicht gerade beschleunigen, wie Crystal bei Scam festgestellt hatte, und heute hatte Crystal sich bei Morween eh schon genug Frechheiten erlaubt. Wenn sie sich jetzt noch mit dem Wecken Zeit ließ, wusste sie nicht, welche Strafe er sich sonst noch überlegen wollte, aber es würde nicht sehr angenehm werden, das war klar.
Nach kurzem Zögern und einem getrabten Halbkreis um den Ruheplatz des Rudels hatte die weiße Wölfin schließlich eine Idee. Sie blieb am Waldrand stehen, öffnete das Maul und stieß dreimal in schneller Folge ein kurzes, scharfes, helles Kläffen aus, das täuschend echt nach dem Gebell eines Fuchses klang. Wölfe kläffen höchst selten, und wenn sie das tun, haben sie einen guten Grund. Crystal glaubte nicht wirklich, dass das Rudel sie für einen Fuchs halten würde, aber die typische Lautäußerung des Fressfeindes würde die Wölfe zumindest aus ihrem Halbschlaf reißen – oder jedenfalls hoffte sie das. Sie fing Morweens Blick auf und zwinkerte ihm kurz zu, ehe ihr Blick zu Scam weiterwanderte, zu Smoky und Tamaska. Man kann es auch so sehen...Morween ist der Leitwolf, und normalerweise weckt er das Rudel. Wenn ich es nun tue, flößt das den Wölfen vielleicht Respekt ein.

[ EISRUDEL | bemerkt Morween | denkt nach | ärgerlich wegen seines Befehls | unterdrückt ihren Ärger | überlegt kurz | weckt das Rudel ]

(Sorry, ich weiß, ich hab schon mal bessere Posts geschrieben...aber ich weiß zurzeit nicht so ganz, wohin mit Crystals Charaktereigenschaften^^ Wenn Crystal irgendwen nervt oder es mit ihrer Frechheit übertreibt, sagt Bescheid, dann ändere ich es noch mal)




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Tamaska

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BeitragThema: Re: Kapitel 2 - Icestorm is coming   Mi Okt 10, 2012 8:20 am

Tamasks Schlaf war unruhig gewesen. sie spürte, das sie ihrer heimat immer näher kamen. Was würde sie dort vorfinden? Und vor allem: Was wollte Morween dort? Beinahe breitete sich ein mulmiges Gefühl in der Timberwölfin aus - beinahe. Hätte sie nicht jedes Gefühl aus ihrem Herzen verbannt. Hätte sie nicht ihr Gefühlsleben eingefroren. Liebe, Schmerz, Hoffnung,.... Nichts kannte sie mehr. Nur die Leere und Dunkelheit in sich selbst. Wo es so still war. Viel zu still.

Dann drang ein Geräusch an ihre Ohren. Ein Wolfskläffen. Müde öffnete sie ihre eingefallenen Augen und hob den Kopf. Crystal. Was machte die hier so einen Lärm? Aber nun, wo sie wach war, konnte sie auch gleich aufstehen, denn einschlafen würde sie nun auch nicht mehr. also erhob sie sich schwerfällig, jeder Knochen war bei ihren Bewegungen sichtbar und die frischen Wunden auf ihrem Rücken und Backen brannten wie die Hölle. Doch das war Tamaska inzwischen gewöhnt. Es machte ihr nichts mehr aus. Morween war natürlich schon wach, aber wen wunderte das? Tammy jedenfalls nicht. Aber irgendetwas schien anders als am Tag zuvor. Er schien unruhiger und noch kälter und verschlossener. Aber sie ging das nichts an. Vielleicht würden seine Übergrife nch brutaler werden, aber das war ihr dann auch egal.

[EISRUDEL || wacht auf | wundert sich | denkt nach | bleibt stehen]


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Terco

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BeitragThema: Re: Kapitel 2 - Icestorm is coming   Do Okt 11, 2012 1:09 am

Wieder lachte er leise, als sie so vor ihm saß, tat als wäre sie beleidigt, um dann versuchen zu knurren, das aber nur in einem Schnurren endete. Sie war schon süß, das musste er der Kleinen lassen. Kurz nickte er, bevor er seine Schnauze zum Boden senkte und versuchte die Spur des Rudels erneut aufzunehmen. Jedoch schien Bilauta sie schon verloren zu haben, als er sie fand. Also stupste er der kleinen Fähe kurz in die Seite, um sie aufzufordern mitzukommen, bevor er dahin zurück ging, wo Terco den Geruch des Rudels zuletzt wahr genommen hatte. Sie mussten ein ganzes Stück Weg zurück gehen, aber vorher fand er keinen anderen Hinweis auf den Aufenthaltsort des Rudels. Als er die Stelle erreicht hatte, senkte er seine Schnauze zum Boden und nahm den Geruch auf, drehte sich zu Bilauta um und stupste sie nochmal an, damit sie auch ja mit ihm mit lief, bevor er der Spur folgte.

In einem gemütlichen Tempo lief er mit ihr, in der inzwischen wärmeren Vormittagszeit, durch den Wald, immer dem Geruch des Rudels hinterher. Immer wieder sah er sich nach Bilauta, um sich zu vergewissern, das sie auch ja mit ihm mit lief und er nicht zu schnell war. Obwohl zu schnell war eher nicht der Fall sein konnte, da er immer noch vorsichtig mit seinem linken Vorderbein auftrat und es so wenig wie möglich zu belasten versuchte. Inzwischen hatte sich Terco eine Art zu laufen angewöhnt, die bei genauerem Hinsehen etwas komisch aussah. Er lief nicht wirklich gerade, sondern eher ein wenig nach rechts geneigt. Zum Glück lag hier nicht so viel Gestrüpp und Steine herum, die seine Verletzung noch zusätzlich verschlimmerte.

"Weist du eigentlich irgendwas über das Rudel?", fragte er sie und blieb stehen. Sie waren an der Grenze zum Rudel angekommen, das roch er ganz deutlich und vermutlich war die Grenze vor kurzem erst erneuert wurden. Terco sah zu Bilaute, zwinkerte ihr kurz zu, bevor er seinen Kopf in den Nacken legte und laut heulte und um Aufnahme im Rudel bat.

[folgt der Spur des Rudels/redet mit Bilauta/heult nach dem Rudel und bittet um Aufnahme für sich und Bilauta]
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Akay

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BeitragThema: Re: Kapitel 2 - Icestorm is coming   Do Okt 11, 2012 5:17 am

Langsam erwacht Akay aus dem wohligen Schlaf. Zu wissen, dass er nicht mehr alleine war hatte ihn so viel besser schlafen lassen als sonst und sein Körper strotzte wieder vor Energie und Kraft.
Zufrieden sog er die Luft ein und mit dem Aufschlagen seiner Augen, fing auch seine Rute an hin und her zu wedeln. Ein leises, quietschendes Gähnen verlies seinen Fang und er sah sich um. Tiefstes Glück breitete sich in dem jungen Rüden aus als er das größtenteils noch schlafende Rudel erblickte.
Sobald alle wach waren, würde er sie endlich begrüßen! Am Abend zuvor hatte sein Körper ihn einfach sofort in den Schlaf gezwungen und ihm somit die Möglichkeit genommen. Sein Körper war erschöpfter gewesen als er gedacht hatte, aber davon spürte er heute nichts mehr. Er fühlte sich so gut wie lange nicht mehr.
Da fiel ihm etwas auf. Wo war denn das kleine, schwarze Fellknäuel hin? Die Kleine hatte doch bei ihm geschlafen! Er konnte sogar noch die Druckstellen in seinem Fell sehen.
Verwirrt sah er sich um, aber der Nebel behinderte die Sicht. Schnuppernt hob er die Nase in die Luft, aber ihr Geruch war kaum noch zu vernehmen. Das war nicht gut! Eilig rappelte er sich auf und versuchte ihre Fährte aufzunehmen. Gar nicht so einfach im Morgentau. Ganz fein nahm er sie war und folgte ihr.

Die Verfolgung ging nur schleppend voran, weil er die Fährte dauernd wieder verlor. Aber bald wurde sie wieder frischer, aber es mischte sich ein anderer Geruch in die Luft. Es roch deutlich nach Gefahr. Das ließ Akay seinen Schritt beschleunigen, jedoch bewegte er sich aufmerksamer und bedachter vorwärts. Wo war die Kleine bloß hingelaufen? Und wieso?
Was er dann erblickte konnte er nicht fassen. Er hatte es gespürt, aber nicht realisiert. Dort im Nebel konnte er eine grioße Gruppe von Wölfen erkennen. Gott sei Dank schliefen fast alle von ihnen noch. Und das schlimmste war Finearfin musste hier irgendwo sein! Er konnte ihren Geruch deutlich wahrnehemn. Geduckt und lautlos, näherte er sich dem Rudel noch weiter. Sein Herz pochte wie verrückt. Wenn er jetzt bemerkt wurde, sah es schlecht für ihn aus. Aber er musste die Welpin finden. Immernoch fuhr seine Nase über den Boden und führte ihn ins Unterholz. Gut das er kein strahlend weißes Fell besaß.
Endlich erblickte er die schwarze Fellnase. Zwischen zwei Wurzeln versteckt und beobachtete die Fremden. Was dachte sie sich bloß? Wahrscheinlich nichts.

"Hey, Finearfin. Komm weg da," flüsterte er ihr zu in der Hoffnung sie und sonst niemand würde ihn hören. Er machte noch einen Schritt vor uns ein kleiner Stock zerbrach unter seiner Pfote. Sofort fror seine Bewegung ein und er kniff die Augen zusammen. Verdammt!
Noch einmal mit etwas mehr nachdruck flüsterte Finearfin zu "Finearfin, los jetzt"
Alle seine Muskel waren zum zerreißen gespannt, sein Herz schlug ihm bis zum Hals und das Adrenalin ließ seinen Körper zittern.

[Eisrudel | wacht auf | fühlt sich wohl | bemerkt das Finearfin fehlt und sucht sie | findet sie im Unterholz ]

(Hoffe das ist so okay, sonst änder ich das natürlich Smile )


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BeitragThema: Re: Kapitel 2 - Icestorm is coming   Do Okt 11, 2012 7:49 am

Bilauta folgte ihm brav, lief mal ein Stück voraus mal lief sie jedoch in einigem Abstand hinter hm holte erst dann wieder auf als er sie anblickte, so lief die Schwarze, junge Wolfsdame mit federndem Schritt neben ihm her und überließ ihm die Arbeit, während sie sich weiterhin gebacken machte, zumal der seltsame Traum noch immer in ihrem Kopf umher schwebte. Als der Rüde sie ansprach blieb auch sie stehen und überlegte kurz, War es seltsam etwas über ein Rudel zu wissen das sie gar nicht kannte? Wahrscheinlich, deswegen erzählte sie noch nicht was sie wusste. Immerhin bestand eine kleine Möglichkeit dass er sie dann seltsam fand und sich von ihr abwandte.
„Nein nicht wirklich, und du?“

Fragte sie ihn dann zurück zuckte jedoch zusammen als er aufheulte, sie wusste nicht warum aber sie hatte das miese Gefühl das es ein Fehler war so laut zu sein.

(Bei Terco / läuft ihm nach / Antwortet ihm / zuckt beim Heulen zusammen)
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BeitragThema: Re: Kapitel 2 - Icestorm is coming   Do Okt 11, 2012 8:16 am

Die rote Fähe schlief tief und fest. Sie erinnerte sich nicht daran wann sie eingeschlafen war, nur noch das sie bei der Karibuwiese angekommen waren und das dort das Rudel ebenfalls gewachsen war. Sie wusste aber auch nicht wer dem Rudel beigetreten war. Sie war erschöpft von der nächtlichen Jagd und dem langen Laufen, sodass sie anscheinend sofort eingeschlafen war.
Yuna träumte seit langer Zeit wieder von ihrem alten Leben. Sie sah drei spielende Welpen. Langsam näherte sie sich den Jungen. Eine der drei Welpen zog sie besonders stark an. Ihr Fell war auf dem Rücken fast ganz Rot, und ihre Beine schneeweiß. Verwirrt blieb Yuna stehen und blickte in die hellblauen Augen der kleinen Fähe. Sie wollte gerade etwas sagen als ein lautes Heulen erklang und ehe Yuna reagieren konnte, waren alle drei Welpen verschwunden.

Verwirrt wachte die Fähe auf. Sie blinzelte ein paar mal, damit ihre Augen in der realen Welt wieder klar sehen konnten. Stille lag noch auf dem Rudel, anscheinend waren alle in einen tiefen Schlaf gesunken. Yuna blickte kurz hinüber zu den anderen, dann kamen wieder die Erinnerungen an ihren Traum. Warum hatte sie von ihrer Welpenzeit geträumt, obwohl sie beschlossen hatte ihr altes Leben ganz zu Vergessen? Ihre Heimat war nur noch hier! Was ganz früher, oder zwischen damals und heute passiert war, war jetzt nicht mehr wichtig. Ihre Familie war schon immer das Feuerrudel gewesen, ihr Schicksal hatte sie hierher geführt.
Ärgerlich über sich selbst lies die Fähe ihren Kopf wieder sinken. Sie wollte noch etwas warten, bis Theana und der Rest des Rudels erwachte.

Doch nach einigen Minuten der Stille nahm Yuna ein Heulen war. Erst dachte sie, sie würde wieder träumen, doch als sie den Kopf hob, und sich umschaute war das heulen noch immer da. Sofort war die Fähe hellwach. Kurz stand sie inmitten der anderen schlafenden Wölfe und lauschte. Dann setzte sie sich in Bewegung, ein fremder Wolf wollte ihr Revier betreten, und es war Yunas Aufgabe ihn aufzusuchen.
Die Fähe lief über die Karibuwiese in Richtung Wald. Es waren schon einige Minuten vergangen seit der fremde Wolf geheult hatte, als Yuna einen schwachen Duft aufnahm. Anscheinend war er nicht mehr all zuweit entfernt. Als die rote Wölfin die Grenze erreichte verlangsamte sie ihre Schritte. Ihre hellen Augen mussten nicht lange suchen bis sie den Fremden fanden. Doch zu ihrer Überraschung stand da nicht ein Wolf sondern zwei, um genau zu sein ein Wolf und eine Wölfin.
Yuna legte die Ohren an und ging auf die beiden zu, sie fand es irgendwie seltsam das plötzlich so viele auftauchten, die sich dem Rudel anschließen wollten. Doch wenn sie in friedlicher Absicht kamen, war es natürlich gut für das Rudel. Es würde immer weiterwachsen und stärker werden. Mit warnender Haltung betrachtete Yuna die beiden "Wer seit ihr und was wollt ihr hier?!" fragte Yuna mit ernster Stimme. Etwas misstrauisch gegenüber den Fremden wartete sie auf eine Antwort ab.


[Karibuwiese/ Wald | träumt | wacht auf | hört ein Heulen | spürt Terco und Bilauta auf]


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Terco

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BeitragThema: Re: Kapitel 2 - Icestorm is coming   Do Okt 11, 2012 8:53 am

Nach dem er geheult hatte, setzte er sich neben die Kleine und hörte ihr zu. So ganz glaubte er ihr nicht, das sie nichts von dem Rudel wusste, denn er hatte das Gefühl das sie schon einige Zeit es ihm Auge behalten hatte. Aber naja es machte ihm auch nichts aus. Als sie zusammen zuckte, stupste er kurz ihren Kopf an und lächelte.

"Es ist alles in Ordnung. Du brauchst nicht erschrecken. Wenn man ein Rudel betreten will, dem man nicht angehört, muss man vorher um Erlaubnis bitten.", erklärte er ihr, bevor er wieder in den Wald sah.

Schon kurze Zeit später, hörte er erst das ein Wolf kam, bevor er es roch und dann auch schließlich sah. Es war eine Fähe, mit rötlichem Fell und nicht sonderlicher Größe, schon gar nicht im Vergleich zu ihm, die da auf sie beide zu kam. Terco stand auf und stellte sich ein wenig vor Bilaute, man wusste ja nie was passierte und er wollte auf gar keinen Fall das die Kleine was abbekam. Auch sah er das die Fähe ihre Ohren anlegte und sehr misstrauisch war, warum auch immer, denn eine bedrohliche Haltung machten die Beiden eigentlich nicht. Aber wer wusste das schon.

"Das ist Bilauta und ich bin Terco und wir suchen beide ein Rudel in dem wir leben können.", erklärte er ruhig und freundlich, schließlich wollte er die Fähe nicht noch mehr reizen.

[redet mit Bilauta/stellt Bilauta und sich Yuna vor]


Zuletzt von Terco am Sa Okt 13, 2012 7:08 am bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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Scam

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BeitragThema: Re: Kapitel 2 - Icestorm is coming   Fr Okt 12, 2012 5:44 am

Scam trug immernoch das Lächeln auf den Lefzen. Crystals Antwort gefiel ihm. sie war nicht nur eine Schönheit, sondern hatte auch noch Humor. Trotzdem wusste er was sie für ein Spiel spielen wollte und er war nicht gewillt ihr Opfer zu sein. Aber war er denn das Opfer wenn beide das Gleiche suchten?
Er hatte keine Zeit darüber nachzudenken , denn Crystal stellte eine Frage die auch ihn interessierte. Leider konnte er ihr keine Antwort geben. Glücklicherweise musste er es nicht zugeben, denn Morween erwachte. Beide waren kurzzeitig von ihm abgelenkt und bevor Scam noch irgendetwas sagen konnte, gab er der weißen Schönheit schon den nächsten Befehl.
Er nickte ihr zu als sie sich an die Arbeit machte und sah dann wieder zu Morween herüber. Das er so unruhig war, übertrug sich auch auf Scam. Was war hier nur, dass dieser Wolf, der sonst immer so stark und unnahbar war, so nervös wurde?
Ein Knacken aus dem Unterholz ließ seinen Kopf herum fahren. Aufmerksam horschte er. Misstrauisch schaute er in die Richtung aus der er das Geräusch glaubte vernommen zuhaben. Doch der Nebel behinderte die Sicht und da er kein weiteres Geräusch mehr wahrnahm, wandte er sich wieder ab. Vermutlich nur ein Vogel oder eine Maus. Wer war schon so dumm und schlich sich an ein derart starkes Rudel an?

Ein weiteres mal streckte er seine Glieder und vertrieb so den letzten Rest der Müdigkeit aus seinen Knochen und machte sich dann auf dem Weg zu Morween. Zwickte die gerade erwachenden Körper an denen er vorbeilief hier und da um Crystals Aufgabe so voran zu treiben. Bei Morween angekommen senkte er den Koopf als Zeichen von Respekt und Demut. "Verzeiht, dass ich es wage dies zu fragen, aber was macht Euch so zuschaffen? Das Rudel wird unruhig...", seine Stimme klang freundlich und wohltuend. Seine Haltung war seinem Rang entsprechend. Etwas demütig geduckt, aber nicht lächerlich ängstlich oder der gleichen. Er warte darauf, dass Morween ihm eine Antwort gab auch wenn er nicht glaubte etwas brauchbares zu erfahren.

[Eisrudel | bemerkt ein Geräusch | geht zu Morween | fragt nach seinem Vorhaben ]
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Crystal

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BeitragThema: Re: Kapitel 2 - Icestorm is coming   So Okt 14, 2012 4:54 am

Zufrieden bemerkte Crystal, dass ihre Methode funktionierte: Bei ihrem glockenhellen Kläffen fuhren mehrere Wölfe hoch und blickten sich um. Sie machten einen ziemlich verwirrten, verschlafenen Eindruck, und Crystal war froh, dass in der Nacht nichts passiert war. Ein Haufen mit so müden Wölfen hätte sich wohl kaum rechtzeitig auf die Beine hieven können, um sich gegen was-auch-immer zu verteidigen. Na also!, dachte sie zufrieden. Jedes Problem hat eine zweite Lösung, man muss sie nur finden. Mit keck hin und her pendelnder Rute lief sie um das Rudel herum, und wenn sie auf eine Wölfin traf, der nicht schnell genug reagiert hatte, machte sie ihr kläffend Beine. Bei den Rüden ging sie sanfter vor...sie wollte sich schließlich nicht ihr Ansehen ruinieren, nur um ihr eigentliches Ziel – Morween erobern – zu erreichen.

Ihr Blick traf Tamaska, die sich langsamer aufrappelte als die anderen, und sofort wich Crystals gute Laune der Eifersucht. Wenn sie gewusst hätte, was Morween an ihr fand...falls er etwas an Tamaska fand. Vielleicht wollte er durch seine Übergriffe an ihr auch einfach nur Crystal ärgern oder er hatte Tamaska ausgesucht, weil sie sich nie wehrte. Die graue Omega-Wölfin hatte eindeutig Schmerzen, das zeigten ihre steifen Bewegungen und der glasige Blick. Andererseits, dachte Crystal und bei dem Gedanken zuckten ihre Mundwinkel belustigt, Andererseits ist Tamaskas Blick immer glasig. Sie könnte ein lebendiger Toter sein und es würde keinen Unterschied machen. Nicht, dass sie wirklich so dachte. Es war ihre Abneigung gegen die Graue, die sie so denken ließ.

Schließlich gesellte Crystal sich wieder zu Morween und Scam – der „Elitetruppe“ des Rudels, der Alpha und der Beta. Sie gehörte nicht zu ihnen, hatte keinen sonderlich hohen Rang, aber sie fühlte sich ganz automatisch als ebenfalls wichtiges Mitglied des Rudels. Wenn etwas besprochen wurde, wollte sie es hören und ihre eigene Meinung dazu zum Besten geben. Und außerdem war Crystal immer dort, wo gerade etwas Interessantes los war. Von dem schlaftrunkenen Rudel konnte man Niemanden wirklich „interessant“ nennen. Diese zwei ranghohen Rüden dagegen, die sie beide noch nicht erobert hatte...Mit lautlosen, geschmeidigen Bewegungen wie eine schleichende Katze näherte sich die Weiße ihnen, setzte sich etwas abseits von ihnen hin und sah den Wölfen zu, wie sie sich allmählich aufrappelten. Sie tat so, als sei sie in Gedanken ganz woanders, aber in Wirklichkeit gab es kaum Augenblicke, in denen sie so aufmerksam auf ihre Umgebung achtete. Ein Sonnenstrahl traf ihr taunasses Fell, sodass es leuchtete, als haben sich kleine Eiskristalle darin verfangen. Crystal saß aufrecht, hatte den buschigen Schwanz um ihre schlanken Beine gelegt und neigte leicht den Kopf, ein durchdringendes, nachdenkliches Licht in den Bernsteinaugen. Sie hätte ihre Schönheit darauf verwettet, dass sie wieder keinen Erfolg hatte – und das wollte etwas heißen. Aber trotzdem wollte sie nicht aufgeben. Allein ihr Trotz zwang sie dazu, das Spielchen immer weiter zu treiben.

Gerade Crystals gespannter Aufmerksamkeit war es zu verdanken, dass ihr das leise Knacken nicht entging, das aus dem Unterholz zu kommen schien, ungefähr in der Richtung, in der sie vorher gemeint hatte, den Geruch nach fremdem Wolf wahrzunehmen. Sie fuhr herum und erhob sich langsam, lauernd. Es gab eine Menge kleiner, ungefährlicher Tiere, die, wenn sie auf einen Zweig traten, ein Knacken hervorrufen konnten, aber dass Crystal sich noch nie einen Geruch eingebildet hatte, hatte sie misstrauisch gemacht. Mit gespitzten Ohren und umherhuschendem Blick untersuchte sie das Waldstück. Bewegte sich da nicht etwas in den Schatten? Und ertönte da nicht ein leises Wispern wie ein Wolf, der etwas flüstert? Ach was...alles Einbildung. Fange ich jetzt etwa auch schon an, verrückt zu werden?

Crystal fragte sich gerade, ob sie nachschauen gehen sollte, wer oder was sie da zum Narren hielt, aber in dem Moment lenkte Scams Stimme sie ab. Der schwarze Betha stand in Übelkeit erregender unterwürfiger Pose vor Morween und fragte ihn jetzt mehr oder weniger das, was Crystal eben Scam gefragt hatte. Sofort entbrannte die Neugier in Crystals Innerem. Ihr würde Morween nie auf eine solche Frage antworten, aber Scam vielleicht....Sie versuchte, sich den Beiden unauffällig noch ein Stück zu nähern. Bei einer so auffallend hübschen Wölfin wie Crystal, die für Rüden ein wahrer Blickfang war, konnte der Versuch, irgendetwas unauffällig zu machen, eigentlich nur scheitern, aber das hieß noch lange nicht, dass Crystal es nicht trotzdem versuchte. Sie konnte ja immer noch so tun, als sei sie zufällig in der Nähe. Also senkte sie die Nase auf den Boden, als folge sie einer Spur oder habe etwas Interessantes gerochen, stahl sich näher an die beiden Rüden heran und hob schließlich den Kopf, als sie nahe genug war, um jedes Wort zu verstehen. Sie ließ sich zu Boden sinken, streckte die Läufe vor sich aus und knabberte scheinbar zutiefst gelangweilt an ihren Krallen, fuhr sich mit der Zunge über die rauen Pfotenballen und entfernte eine Zecke, die sich zwischen ihren Zehen festgesetzt hatte. “Verzeiht, dass ich es wage, dies zu fragen, aber was macht Euch so zu schaffen? Das Rudel wird unruhig.“ Bei Scams Ton vergrub Crystal die Schnauze zwischen ihren schlanken Vorderläufen und biss sich selbst auf die Lippen in dem krampfhaften Versuch, nicht loszukichern. Sie tarnte ihre Erheiterung mit einem abgehackten Husten. Er siezt ihn! Rüden...andererseits hätte Crystal ihren Schwanz darauf verwettet, dass Scam es nicht so meinte, wie er es sagte. Sie kannte den schwarzen Wolf mehr oder weniger gut, und manchmal erinnerte er sie entfernt an sich selbst.
Das Rudel wird unruhig... Stimmte das? Kurz sah Crystal auf, aber das Rudel machte eher den Eindruck, als könnte es noch etwas mehr Schlaf gebrauchen. Sie widmete sich wieder ihrer Maniküre und versuchte, ihre Ohren nicht in Morweens und Scams Richtung zu spitzen.

[ weckt den Rest des Rudels | denkt dabei über dies und das nach | hört etwas | hört Scams Worte | nähert sich unauffällig und lauscht ]




TRUST IMPLICITY

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BeitragThema: Re: Kapitel 2 - Icestorm is coming   Mo Okt 15, 2012 5:43 am

Yuna musterte die beiden noch ein mal ganz genau. Bilauta, wie die schwarze Fähe laut Terco hieß, stand noch immer dicht hinter dem Rüden. Sie wirkte sehr jung und auch etwas schüchtern. Vielleicht war sie ja unsicher was das Rudel betraf, vielleicht war sie zuvor noch nie Teil eines Rudels gewesen. Yuna wusste es nicht, aber vielleicht würde sie bald mehr darüber erfahren. Der große graue Rüde jedoch sah schon selbstsicherer aus, und er schien freundlich und respektvoll zu sein.

Die rote Fähe nickte den beiden freundlich zu "Mein Name ist Yuna, ich werde euch zu den Alphas des Feuerrudels bringen, sie werden weiter Entscheiden." sagte sie schließlich und ihre Anspannung lies nach. Ihre hellen Augen sahen die beiden noch mal an, dann wendete sie sich zum gehen "Kommt mit". Langsam lief sie los in Richtung Karibuwiese, wo das Rudel wahrscheinlich noch schlief, gab aber acht, das die anderen beide ihr folgten.


[Wald | Terco | Bilauta | will beide zum Rudel bringen]


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Morween

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BeitragThema: Re: Kapitel 2 - Icestorm is coming   Mo Okt 15, 2012 6:12 am

Crystal schaffte es endlich ihr schrecklich schönes Hinterteil zu bewegen. Und wie sie es bewegte. Er hasste sie dafür. Sie war eine Schönheit, ja. Aber sie war nicht das was er sich wünschte. Sie hatte keine Gefühle. Zumindest keine, die sie ihm ehrlich und offen zeigte. Und sie lernte einfach nicht, dass sie seine Abneigung gegen sich nur steigerte wenn sie ihn reizte wie sie es jetzt tat. Er seufzte genervt und blieb stehen, verengte die Augen zu schmalen Schlitzen und sah ihr wütend nach. Sie erlaubte sich viel. Ihm blieb nichts übrig als sie zu ignorieren. Lediglich wenn sie es zu weit trieb gab er ihr zurück, was sie sich leistete. Er liebte es wenn sie sich unterwarf. Und wenn sie unter seinen Pranken lag und ihn mit diesen Unschuldsaugen ansah war sie die, welche er eigentlich haben wollte. Die Crystal, von der er immer noch hoffte, dass sie irgendwo unter der Schale der Arroganz lag. Eine Fähe die beschützt werden wollte und doch stark war. Eine ebenbürtige Partnerin, die in sein Herz blicken konnte. Er verspürte schon lange die Sehnsucht nach einer Seelenverwandten. Aber er unterdrückte diesen innigen Wunsch schon sehr lange. Und er hatte die Hoffnung längst aufgegeben. Trotzdem. Hätte die Weiße eine andere Seele, einen anderen Charakter besessen wäre sie die Fähe seiner Träume, seiner Begierde gewesen. Und er verzehrte sich so sehr nach ihrem Körper, dass er es sich selbst nicht eingestehen wollte. Er zwang sich, den Blick abzuwenden und sich auf Scam zu konzentrieren, der sich nun zu ihm gesellte. Dessen Haltung war unterwürfig, respektvoll. So verhielt sich der Rüde immer wenn er zum Alpha trat. Ein Verhalten, das Morween sehr schätzte, und weshalb ihm die Wahl des Rudels, ihn zum Betha zu machen, sehr gut gefiel. Der Grund weshalb er die Wahl anerkannt hatte. Morween war ihm wohlgesonnen. Und so freundlich zu ihm wie er es in seiner seelischen Verfassung sein konnte. Es interessierte ihn wenig ob der Rüde das Verhalten, das er an den Tag legte, lediglich nutzte um an Informationen oder Gunst zu kommen. Solange er gute Arbeit leistete war er Morweens Nummer Eins auf der Rangliste. Seine Frage war unverschämt. Ja. Aber der Alpha hatte so oder so vor, dem Rudel endlich zu offenbaren, wohin es ging. Wenn er dem Betha verriet wo es hinging machte das eher die Runde als wenn er es selbst verkündete. Und es ersparte ihm einige Scherereien. So konnten sie früher aufbrechen. Also ignorierte Morween Crystals neugieriges Umhergeschleiche und meinte leise aber bestimmt:

“Hinter diesem letzten Gebirgszug dort, liegt das Gebirge der Wölfe. Das Revier dort soll ein Paradies sein. Es wäre die Krönung für die Errungenschaften des Eisrudels. Ein endgültiges Revier, das es zu erkämpfen gilt. Es gab dort einst ein Rudel. Feuerrudel wurde es genannt. Ich weiß nicht ob es noch existiert. Aber wenn ja, dann will ich es tot sehen.“

Seine letzten Worte offenbarten eine ungeahnte Aggression, die tief aus seinem Herz kam. Sonst war der Rüde ruhig kühl und prezise wenn er seine Opfer zur Strecke brachte. Doch dieses Rudel verband er mit einer tiefen Wut. Er hasste es. Und wer hasste, der stellte eine Beziehung her. Er gab sich keine Mühe, seine Gefühle zu verbergen. Gefühle, die nicht normal für den unnahbaren Rüden waren. Dreamcatcher. Nur wegen ihm wollte Morween das Feuerrudel auslöschen. Es war sein Recht, die Erbfolge anzutreten und in vierter Generation Alpha im Gebirge der Wölfe zu werden. Er wollte seine Vergangenheit zurück lassen und rannte zugleich unentwegt darauf zu. Bald war der Punkt erreicht, an dem sich Vergangenheit und Zukunft trafen. Und es drängte Morween dorthin. Unaufhörlich und gewiss wie der Tod.

“Also wird es Zeit.“

Mit strengem Blick musterte er das gerade erwachte Rudel.

“Wir brechen auf!!!“

Sein Befehlston duldete keinen Widerspruch. An Scam gewandt meinte er: “Ich erwarte dich wie immer an meiner Seite.“ Der Ton klang fast zwielichtig. Es war eine normale Feststellung. Der Betha war bei der Wanderung immer nahe dem Alpha. Und doch hing sie wie eine Drohung in der Luft. Es ging nicht nur um diesen letzten Bergpass. „An seiner Seite“ bezog sich diesmal auf alles was hinter diesen Bergen kommen würde. Hielt Scam ihm nicht die Treue, wusste er was geschehen würde. Morween war der Tod. Entweder man diente ihm, oder man starb. Er wandte sich ab und trabte in Richtung des Waldes. Kurz prüfte er die Luft, hielt skeptisch inne und wartete auf die noch müden Wölfe. Dann lief er in gewohntem aber recht ruhigem Tempo los. Es galt einen Berg zu erklimmen.

redet mit Scam ;; erklärt ihm sein Ziel ;; bricht mit dem Rudel auf ;; bemerkt Akay und Finearfin nicht


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Scam

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BeitragThema: Re: Kapitel 2 - Icestorm is coming   Di Okt 16, 2012 3:50 am

Entgegen aller Erwartungen verriet Morween tatsächlich sein Vorhaben Scam. Gespannt spitze er die Ohren und lauschte den Worten des Alphas. Ihm blieb nicht verborgen, dass Morween noch eine andere Verbindung zu diesem Gebiet haben musste, denn der sonst so kalte, starke Rüde zeigt nun Emotionen während er sprach. Aber Scam ging nicht weiter darauf ein, er wusste ja nun was sie vorhatten und mehr interessierte ihn auch nicht.

"Natürlich," antwortete der eher schmächtige Rüde mit bestimmten Ton, obwohl sich zeitgleich sein Magen zusammen krampfte. Er ahnte, dass eine schwere Schlacht bevorstehen würde, aber er war nicht der Typ der Treue in gefährlichen Situationen bot. Wenn Morween in ernsthafte Schwierigkeiten geraten würde, dann würde Scam schneller fort sein als man bis 3 zählen könne. Das Problem dabei war, er musste sich sicher sein, dass der Alpha das nicht überleben würde, denn sonst war es Scam der nicht mehr lange zu leben hatte. Die Unzufriedenheit, die er verspürte zeigte er natürlich nicht nach außen hin. Für den Fall der Fälle brauchte der Rüde einen Plan. Gut, das er noch etwas Zeit hatte denn schließlich lag noch ein Berg vor ihnen. Bis dahin würde ihm schon etwas einfallen.

Er richtete sich wieder auf und sah noch einmal zum Rudel, bevor er Morween folgte. Er lief ein Stück versetzt direkt hinter ihm. Einige Meter weiter schloss er dann doch zu Morween auf.
" Ich könnte, bevor wir das Rudel angreifen, zu ihnen stoßen ganz so als wolle ich mich ihnen anschließen. Wenn das Rudel schläft, stoß ich wieder zu euch. Dann wüssten wir zumindest Größe und Stärke des Rudels und würden nicht blind in irgendetwas hineinrennen. Außerdem könnten wir ein schlafendes Rudel vorfinden mit etwas Glück auf unserer Seite." Es war ein gut gemeinter Vorschlag. Und Scam war sich sicher, dass er funktionieren würde. Er konnte gut anderen Wölfe ein falsches Bild von sich geben. Friedlich, symphatisch und ungefährlich rüberzukommen war nicht schwierig für ihn. Vorallem da er weder sehr groß noch kräftig war und in seinen Augen etwas beruhigendes lag, war es schwer eine Bedrohung in ihm zusehen. Und wer ihn nicht kannte würde auch nichts böses hinter dieser Fassade vermuten.


[Eisrudel | hört aufmerksam zu | ist unglücklich mit der bevorstehenden Situation| folgt Morween | schlägt Hinterhalt vor]
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BeitragThema: Re: Kapitel 2 - Icestorm is coming   Di Okt 16, 2012 5:30 am

Tatsächlich, er sagte es ihm. Für einen Augenblick hatte Crystal gedacht, Morween würde wegen Scams Frage auf den Betha losgehen. Schließlich hatte Morween lange geschwiegen und das war normalerweise ein Zeichen dafür, dass seine Wut gegen seine Vernunft kämpfte....und meistens gewann die Wut. Aber zu Crystals Erstaunen gab der Leitwolf so ruhig Auskunft, als habe er schon immer vorgehabt, Scam sein Geheimnis mitzuteilen, und als habe er sich nur kurz zurechtgelegt, wie er die Antwort formulieren sollte. Crystal lauschte so gespannt, dass sie erstarrte wie ein Eisblock, während sie sich über die Pfote leckte, was ziemlich witzig aussah, da sie die Zunge eingerollt hatte. Von der Antwort wollte sie kein einziges Komma verpassen.... Eine Antwort, die Morween MIR nie gegeben hätte.

Die Antwort an sich überraschte Crystal dann noch einmal so, dass sie mitten in der Bewegung inne hielt, obwohl sie diesmal zum Glück die Zunge eingezogen hatte und nicht so albern aussah. Das gab es doch nicht! Also....also macht Morween diese schwierige, gefährliche Reise von unserer Heimat bis hierher nur wegen ein bisschen Revier, wie man es überall erobern könnte? Noch dazu, wo wir überhaupt keines brauchen? Das Eisrudel war mächtig, mächtig genug, um nicht mehr umherziehen und Revier erobern zu müssen. Weder fehlte ihnen Beute noch nahmen Zweibeiner ihnen das Revier weg, wie es in anderen Wolfsrevieren geschah. Und Morween selbst schien die Reise zuzusetzen. Er würde nie aus purem Ehrgeiz und Eroberungswillen das Rudel so schwächen. Nein....Crystal hätte ihr Augenlicht darauf verwettet, dass noch etwas anderes im Busch war. Vielleicht, wenn es ihr gelang, Morweens Vertrauen zu gewinnen.... Vergiss es. Der Alpha hatte sich nie sonderlich viel um ihre Schönheit geschert und genau das triebt Crystal an, weiter zu machen.

Hatte es vielleicht etwas mit diesem Rudel zu tun, dass er erwähnt hatte? Das Feuerrudel? Niemand wusste, woher Morween gekommen war, aber die blanke Wut, die kurz in seiner Stimme mitklang, als er dieses Rudel erwähnte, ließ einen fast denken, er kenne dieses Rudel, und offenbar hielt er nicht viel davon. Andererseits hielt Morween nie sonderlich viel von anderen Rudeln. Vielleicht spielte er alles vor und in Wirklichkeit erwartete sie etwas völlig Anderes an ihrem unbekannten Reiseziel, etwas, von dem kein Wolf im Rudel vor der Zeit wissen durfte. Egal. Wir müssen bald da sein, und dann kommt alles raus, auch wenn Morween etwas versteckt halten wollte... Jetzt, wo Crystal alles gehört hatte, brauchte sie sich keine Mühe mehr zu machen, unauffällig zu wirken, deshalb erhob sie sich und streckte sich ausgiebig, als habe sie geschlafen. Ihre schlanken Läufe wurden den Rüden des Rudels in voller Länge präsentiert. Aber Crystal trieb es nicht weiter und ging zu keinem der Rüden, die sie beeindruckt ansahen, sondern wandte sich Morween zu. Er würde nicht weiter auspacken, das wusste sie, und wenn sie ihn fragte, brummte er ihr am Ende noch so etwas Langweiliges auf, wie während der Reise auf Baro aufzupassen oder das Schlusslicht zu spielen. Sie konnte sich Besseres vorstellen. Also wird es jetzt Zeit, erklang Morweens kalte Stimme. Wir brechen auf.

Überrascht riss Crystal ihre hellen braunen Augen auf. Sie brachen auf – jetzt? So früh am Morgen? Bei diesen Gedanken knurrte Crystal der Magen. Sie hatte noch nichts gefrühstückt und das Rudel auch nicht. Zwar machten sie sich am Morgen immer früh auf den Weg – aber dass sie nicht einmal mehr jagten, musste heißen, dass Morween es ungewöhnlich eilig hatte. Und das musste heißen, dass sie schon so gut wie am Ziel waren. Sofort war Crystals Hunger wie weggeblasen, Aufregung und Neugier trat an seine Stelle. Sie würden also gleich sehen, wohin Morween sie gelotst hatte.
Crystal ließ sich ihre Aufregung nicht anmerken, darin war sie gut. Als wäre alles normal, beobachtete sie das Schimmern des Morgennebels, den die ersten Sonnenstrahlen durchdrangen, und folgt mit den Augen einem Vogel, der hoch am Himmel dahinflog. Ein Adler. Crystals Blick ruhte auf ihm, bis die Wolken den Jäger verschluckten und Morweens Stimme, leiser diesmal, erneut ihr Ohr erreichte. Der sonst so schweigsame Leitwolf schien heute eine Menge zu sagen zu haben. Er sprach zu Scam, aber das war für Crystal trotzdem ein Grund, die Ohren zu spitzen, obwohl sie wusste, dass nichts Neues beim Lauschen herauskommen würde.

Sie brachen auf. Jetzt.
Es war, als ob Crystals Pfoten sich ganz alleine in Bewegung setzten, sie über die Lichtung trugen, zu Morween, der bereits losgelaufen war. Sie würde sich unterwegs zurückfallen lassen und ein paar Mäuse aus ihren Löchern graben, das war besser als ein leerer Magen. Es ging auch ohne Frühstück. In ihrem gewohnten schwungvollen, tänzelnden Gang, in dem jede Kralle, die sich auf die Erde setzte, einen anmutigen Eindruck machte, lief Crystal los. Morween lief als Erster, und neben ihm, ein Stück hinter ihm, Scam. Ohne Aufhebens darum zu machen, reihte Crystal sich auf Morweens anderer Seite ein, drückte lautlos die Pfoten in die feuchte Erde und hob sie wieder, als sei sie ein Luchs, der sich an Beute anschleicht. Sie tat das ganz natürlich, als wäre es die gewöhnlichste Sache der Welt, dass sie wie ein Betha neben Morween herlief. Dass ihm das nicht gefallen würde, war offensichtlich, aber Crystal kümmerte sich nicht sonderlich darum. Sie hatte beim Rudel – oder zumindest bei den Rüden – Narrenfreiheit. Sie durfte vorne laufen, hinten oder in der Mitte, wie es ihr passte, durfte das Rudel umkreisen wie ein Wachhund und durfte die Rüden triezen, indem sie sie in die Flanken kniff, an ihnen vorbeirannte und ihnen lockende Blicke zuwarf, als wollte sie sie zum Fangenspielen einladen, wohl wissend, dass keiner mitspielen wollte oder durfte. Nur direkt hinter Morween zu laufen, hatte sie noch nie probiert und sie hatte das sichere Gefühl, dass es nicht klappen würde.

Dann, als Scam sprach, konnte Crystal sich nicht mehr zurückhalten. Der schmächtige Betha-Wolf hatte nachdenklich gewirkt und nicht wirklich so, als freute er sich auf das neue Revier. Crystal hatte sich keine Gedanken über den Grund gemacht, aber jetzt wurde ihr klar, dass Scam fest davon überzeugt war, dass es das Feuerrudel noch gab und dass es kämpfen würde. Er schlug einen Hinterhalt vor...die niederträchtigste Art, ein Rudel umzubringen, aber auch die Ungefährlichste. Zwar hatte Crystal das sichere Gefühl, dass Morween den Vorschlag ablehnen würde – sie wusste auch nicht, wieso – aber dennoch sah sie Morween so tief in die Augen, dass es sich anfühlte, als würde sie darin ertrinken, meinte sie in fast bittendem, eindringlichem Tonfall: “Ich kann auch den Spion spielen....ich kann jeden Rüden dazu bringen, mir die Geheimnisse des Rudels zu verraten, und wenn ich einen Geeigneten finde, kann er sogar zu uns überlaufen und uns den passenden Moment zum Angriff mitteilen.“ Sie wollte Scam keine Konkurrenz machen und ihn auch nicht ärgern, aber die Verlockung war zu groß. Ein ganzes Rudel voller Rüden, die sie noch nicht kannten und sofort auf ihre Reize hineinfallen würden, und noch dazu eine Möglichkeit, sie auf die Lustigste aller Arten zu umgehen – so stellte Crystal sich einen Festschmaus vor. Außerdem würde ihre Position im Rudel beträchtlich steigen, wenn sie mit einem so wichtigen Auftrag ausgeschickt wurde, und genau darauf arbeitete sie die ganze Zeit hin.

[ belauscht Morween | denkt über seine Antwort nach | überrascht wegen des schnellen Aufbruchs | reiht sich direkt neben Scam ein und geht los ]




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Bilauta

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BeitragThema: Re: Kapitel 2 - Icestorm is coming   Di Okt 16, 2012 6:21 am

Bilauta schwieg lauschte ihren Worten nickte nur als der Rüde sie vorstellte, um zu bestätigen das er nicht log,. Der Schwarzen Wölfin lief es eiskalt den Rücken herunter als die rotbraune Fähe, das Feuerrudel erwähnte, nun brannte sich ihr eine Frage auf, doch diese wollte sie lieber noch für sich behalten und höchstens einen der Alphas würde Bilauta diese Frage stellen.

~Gibt es hier auch so etwas wie ein Eis- oder Schneerudel?~

Lautete die Frage, der Traum welcher so verschwommen war könnte vielleicht auch dort etwas mit zu tun haben aber sicher war sie sich nicht. Deswegen hielt sie sich zuerst im Hintergrund, sprach nicht mehr Lächelte zwar und hörte gespannt zu wenn jemand mit ihr Redete aber solange keine Frangen an sie gestellt werden würden, würde die Schwarze Fähe nichts sagen.
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Terco

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BeitragThema: Re: Kapitel 2 - Icestorm is coming   Mi Okt 17, 2012 1:16 am

Ganz in Ruhe hörte sich Terco an was die Fähe, Yuna, zu sagen hatte und nickte dann. Als sie los lief, stand er auf und stupste Bilauta an das sie hinter ihr herlief. Er selbst ging zum Schluss, so hatte er alles im Blick. Interessiert drehte er seine Ohren immer wieder hin und her um sich alle neuen Geräusche einzuprägen und versuchte sich auch alle Gerüche zu merken. Auch beobachtete er Yuna, die auf ihn jetzt doch freundlicher wirkte als zu erst gedacht, jedoch ging sie noch auf Abstand.

"Wie viele sind denn hier im Rudel?", fragte er Yuna.

Während er auf die Antwort wartete, stolperte er wieder, jedoch diesmal nicht so sehr wie vorhin. Die ganze Lauferei hatte ihn wirklich sehr angestrengt und er merkte es in allen Knochen. Aber er verzog keine Miene und gab keinen Laut von sich, als Zeichen des Schmerzes. Denn es reichte ihm schon das Bilauta das mit seinem Bein wusste.
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Yuna

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BeitragThema: Re: Kapitel 2 - Icestorm is coming   Mi Okt 17, 2012 7:51 am

Die rote Fähe lief in einem gleichmäßigen Tempo weiter Richtung Karibuwiese. Die Bäume standen still und sie hörte fast nichts außer ein paar singende Vögel und ihre leisen Pfoten. Es schien so als würde der Wald noch schlafen.
Yuna verlangsamte ihre Schritte etwas und warf einen kurzen Blick zurück. Einige Schritte hinter ihr folgte ihr die junge Fähe und dahinter Terco.
Yuna musterte Bilauta und erst jetzt bemerkte sie ihr geheimnisvolles Gesicht. Ein weißer Strich teilte ihre zwei unterschiedlichen Gesichtshälften, den auf der einen Seite war ihr Auge blau und auf der anderen Seite braun. So einen Wolf hatte Yuna noch nie zuvor gesehen! Sie musste lächeln, den bestimmt hatte das bisher auch jeder Wolf bei ihr gedacht. So oft hatte man sie schon deswegen gefragt. Als sie noch jünger war hatte Yuna sich dafür sehr geschämt, aber mittlerweile kam sie mit "ihrer" Besonderheit gut Zurecht.

Nach ein paar Minuten hörte sie die fragende Stimme von Terco. Yuna nahm an, das er ungefähr so alt war wie sie, als sie das erste Mal zu dem Feuerrudel gestoßen war, vielleicht schon ein bisschen älter. Er schien sich wirklich für das Feuerrudel zu Interessieren.
"Soweit ich weiß sind wir jetzt zehn." Sagte sie, was der Wahrheit entsprach, schließlich hatte sie die neuen Mitglieder noch nicht kennengelernt. Das werde ich gleich nachholen nahm sie sich vor, schließlich war es wichtig das sie wusste wer dem Rudel beigetreten war, als sie nicht da war. Aber jetzt gab es erstmal wichtigeres zu Tun.

Als die Bäume weniger wurden und man das Rudel schon deutlich roch wurde Yuna wieder etwas langsamer, bis sie schließlich die Karibuwiese sah und anhielt. "Am besten ihr beiden wartet hier!" sagte sie lächelnd und nickte ihnen nochmals zu bevor sie zu dem Schlafenden Rudel trabte.
Schnell entdeckte sie Theana, die schon wach war und lief wedelnd zu ihr, um sie zu begrüßen. "Hallo Theana!" sagte sie leise "Ich weiß nicht ob du das fremde Heulen mitbekommen hast, ich bin ihm gefolgt und habe zwei weitere Wölfe gefunden die sich dem Feuerrudel anschließen möchten" Sie deutete mit dem Kopf in die Richtung wo die Beiden Neulinge warteten.


[Wald / Karibuwiese | führt Terco & Bilauta zum Rudel | geht zu Theana & sagt ihr Bescheid]


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Panja Buntschatten

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BeitragThema: Re: Kapitel 2 - Icestorm is coming   So Okt 21, 2012 4:04 am

Die Nacht war kurz und ruhelos für Panja Buntschatten gewesen. Immer wieder wachte sie auf weil Sie Geräusche hörte die ihr fremd waren. Doch es waren nur die anderen Wölfe des neuen Rudels in dem sie nun lebte. Sie lag der Länge nach mit dem Bauch flach auf dem Boden. So liess es sich aushalten, immer noch hatte sie die Augen geschlossen und versuchte noch etwas zu schlafen. Ihr linkes Ohr zuckte kurz und drehte sich fast von allein. Sie öffnete die Augen hob den Kopf und sah den Rüden der schon bei ihrer Ankunft in dem Revier dabei war. Panja zog leicht die Lefzen hoch und gab ein leises Knurren von sich.
Es war kein Agresives Knurren mehr ein:
Bis hier hin und nicht weiter. Ich will meine Ruhe haben Knurren.

Dann legte sie ihren Kopf wieder auf den Pfoten nieder als plötzlich ein heftiger Schlag ihre rechte Seite traf. Sie verzog das Gesicht und gab ein Jankern von sich. Flach atmete sie als der Schmerz wieder nachlies.

Was war das nur? Warum hört das nicht auf fragte sie sich.

Sie hatte auch das Gefühl als wenn diese Schmerzen immer stärker wurden. Den Rüden ganz vergessen legte sie sich wieder nieder und schloss die Augen zu viele Fragen schwierten in ihrem Kopf herum.
[Panja in der Nähe von Ethan/spürt Welpenbewegungen] Sorry Ethan das du warten musstest.



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